Richtig Lüften und Heizen
Tipps für ein gesundes Raumklima und effiziente Energienutzung
Die Energiekosten zum Heizen nehmen seit 2021 Jahren stetig zu und sind ein immer größerer werdender Anteil der Nebenkosten. Hohe Heizkosten können verschieden Ursachen haben.
1. Schlechte und alte Bausubstanz ( (nicht zu verwechseln mit objektiven Bauschäden)
2. Falsches Verhalten wie zum Beispiel Vorhänge vor den Heizkörpern oder gekippte Fenster können einen überdurchschnittlichen Energieverbrauch bewirken.
3. Falsches Sparen kann das ganze mitunter noch schlimmer machen. Schimmelprobleme können dadurch auftreten mit gesundheitlichen Folgen für Mensch und Tier sowie teure Folgen für die Bausubstanz.
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Ein angenehmes und gesundes Wohnklima beginnt mit dem richtigen Lüften und Heizen. Gerade in den kälteren Monaten ist es wichtig, einen Ausgleich zwischen frischer Luft, behaglicher Wärme und dem Schutz vor Schimmelbildung zu finden. Wer einige Grundregeln beachtet, kann nicht nur die Wohnqualität steigern, sondern auch Heizkosten sparen und langfristig die Bausubstanz erhalten.
Warum ist richtiges Lüften so wichtig?
Beim Lüften wird verbrauchte, feuchte Luft gegen frische, trockene Außenluft ausgetauscht. Das ist entscheidend, um die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zu regulieren. Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel, der nicht nur die Bausubstanz angreift, sondern auch die Gesundheit beeinträchtigen kann. Besonders in gut isolierten Gebäuden, in denen kaum Luft von außen eindringt, ist regelmäßiges und gezieltes Lüften unerlässlich.
Die wichtigsten Tipps zum richtigen Lüften
1. Stoßlüften statt Kipplüften:
- Sorgen Sie beim Lüften (mehrmals täglich) immer für einen kompletten Luftaustausch.
- Öffnen Sie mehrmals täglich die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit. So wird die Luft schnell und effektiv ausgetauscht, ohne dass Wände und Möbel auskühlen. Gekippte Fenster sorgen nur für einen minimalen Luftaustausch und führen zu unnötigem Wärmeverlust.
- In den warmen Jahreszeiten kann kaum etwas falsch gemacht werden.
- in den Kalten Jahreszeiten heißt es jedoch: Aufpassen!
Gekippte Fenster in beheizten Räumen vermeiden!
Die Lüftungswirkung ist mäßig und dafür wird die Schimmelbildung oberhalb der gekippten Fenster gefördert.
2. Querlüften nutzen:
Wenn möglich, sorgen Sie für Durchzug, indem Sie gegenüberliegende Fenster oder Türen gleichzeitig öffnen. Das beschleunigt den Luftaustausch und spart Zeit.
3. Luftfeuchtigkeit kontrollieren:
Ideale Luftfeuchtigkeits- Werte liegen zwischen 40 und 60 Prozent. Ein Hygrometer hilft dabei, die Feuchtigkeit im Blick zu behalten und gezielt zu lüften.
Ursachen für zu hohe Luftfeuchtigkeit können sein: Aquarien, Kochdünste, Pflanzen, Duschdämpfe oder Wäschetrocknung.
Wäsche sollte möglichst nicht in der Wohnung getrocknet werden. Nutzen Sie die geeigneten Trockenräume im Haus.
4. Nach dem Duschen, Kochen und Wäsche trocknen sofort lüften:
In Bad, Küche und Hauswirtschaftsraum entsteht besonders viel Feuchtigkeit. Lüften Sie hier direkt nach der Nutzung, um Kondenswasser und Schimmelbildung vorzubeugen.
5. Schlafräume morgens lüften:
Während der Nacht sammelt sich viel Feuchtigkeit durch Atmung und Schwitzen. Lüften Sie das Schlafzimmer direkt nach dem Aufstehen.
Richtiges Heizen – so sparen Sie Energie und schützen Ihr Zuhause
1. Konstante Temperaturen halten:
Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Räume sollten tagsüber auf etwa 20 °C (oftmals Thermostatventil- Einstellung Stufe 3) bis maximal 22 Grad Celsius, Schlafzimmer auf 16 bis 18 Grad gehalten werden. Das Bad sollte eine Temperatur von 22 und maximal 24 Grad haben. Zu niedrige Temperaturen fördern Schimmelbildung an kühlen Wänden. Denken Sie daran, jedes °C mehr erhöht um ~6% den Heizenergieaufwandt und die Kosten.
Generell gilt: Die Wände sollen ausreichend warm sein und keine Kälte abstrahlen. Nachts darum die Heizung nur reduzieren, aber nicht voll abdrehen.
Sollte eine automatische Nachtabsenkung vorhanden sein, brauchen sie nichts tun!
2. Nach dem Lüften sofort wieder heizen:
Nach dem Stoßlüften schließen Sie die Fenster und bringen die Heizung wieder auf die gewünschte Temperatur. So bleibt die Luft frisch und der Energieverbrauch gering.
Grundsätzlich benötigt trockene Luft nicht so viel Energie um warm zu werden wie feuchte Luft!
3. Heizkörper freihalten:
Achten Sie darauf, dass Möbel oder Vorhänge die Heizkörper nicht verdecken. So kann die Wärme ungehindert in den Raum gelangen. Die Einstellung des Temostatventils auf Stufe 3 = ~20°C
4. Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten:
So verhindern Sie das Auskühlen der wärmeren Räume und sparen Heizenergie.
5. Temperatur im Schlafzimmer
Schlafzimmer können kühl bleiben. Für einen gesunden schlaf reichen grundsätzlich 16 °C. In den kühleren Jahreszeiten sollte das Thermostat entsprechend den Temperaturen von außen angepasst werden, um ein Auskühlen zu vermeiden. Falls tagsüber nicht gelüftet werden kann, kann in kühlen Schlafzimmer ausnahmsweise nachts das Fenster gekippt bleiben (Dann können Sie auch nachts den Heizkörper abdrehen und morgens wieder aufdrehen.
6. Räume nicht "mitheizen"
Halten Sie die Türen, insbesondere zum Schlafzimmer, möglichst geschlossen, damit nicht warme feuchte Luft von der Küche oder dem Bad ins kältere Schlafzimmer gelangt und dort an den Außenwänden kondensiert. Gerade hinter großen Kleiderschränken kann sich SCHIMMEL UNBEMERKT BILDEN UND VERBREITEN
Schimmel vermeiden – das Zusammenspiel von Lüften und Heizen
Schimmel entsteht, wenn sich Feuchtigkeit an kalten Oberflächen niederschlägt. Wer regelmäßig lüftet und ausreichend heizt, entzieht dem Schimmel die Grundlage. Besonders in Ecken, an Außenwänden und hinter Möbeln ist auf ausreichende Luftzirkulation zu achten. Achten Sie darauf, größere Möbelstücke mit etwas Abstand zur Wand zu platzieren.
Fazit:
Mit den richtigen Gewohnheiten beim Lüften und Heizen schaffen Sie ein gesundes Raumklima, schützen Ihr Zuhause vor Schimmel und senken Ihre Heizkosten. Kleine Veränderungen im Alltag machen dabei einen großen Unterschied – für mehr Wohnkomfort, Werterhalt und Nachhaltigkeit. SCHAIBLE Immobilien unterstützt Sie gerne mit fachkundiger Beratung rund um Immobilienmanagement, Werterhalt und Energieeffizienz. Ihre Immobilien sind unsere Passion.
Bewohner müssen sich also je nach Wetterlage und Gebäudesituation richtig verhalten, um weder zu hohe Heizkosten zu verursachen, noch gesundheitliche Schäden zu riskieren. Nach einem Umzug kann beispielsweise ein anderes Heizverhalten notwendig werden, damit es nicht zu hohem Verbrauch oder gar Schimmelbildung in der Wohnung kommt.
